Flüchtlingsfeindliche Kampagnen in Brandenburg

So massiv wie nie zuvor in der Geschichte des Bundeslandes haben im Jahr 2015 Rechtsextreme und RassistInnen in Brandenburg Straßenaktionen durchgeführt. Das mit Abstand zugkräftigste Thema war dabei der Protest gegen die Aufnahme von Flüchtlingen. Die Demos waren flankiert von Hetze auf Facebook und von Gewalttaten. Flüchtlingsfeindliche Kampagnen in Brandenburg weiterlesen

Neue Daten: Immobilien der extremen Rechten in Thüringen

In Thüringen gibt es mehrere Immobilien, die regelmäßig von der extrem rechten Szene genutzt werden oder von Neonazis gekauft wurden. Die Objekte dienen als Veranstaltungsorte für Konzerte, Vorträge und Treffen, in mehreren Fällen residieren dort Vertriebsstrukturen, um entsprechende Kleidung und Rechtsrock zu verkaufen. Immer wieder waren einige dieser Gebäude auch Ausgangspunkt oder Anlass für militante Überfälle, wie am 9. Februar 2014 in Ballstädt, als Bewohner des „Gelben Hauses“ gezielt eine Kirmesgesellschaft überfielen und mehrere Menschen schwer verletzten. Neonazi-Immobilien dienen nicht nur als Veranstaltungs- und Rückzugsort, sondern sorgen mitunter auch für ein Klima der Angst, besonders in ländlichen Regionen für all jene Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passen.

Dank der Recherche des Blogs thueringen-rechtsaussen.net können wir nun darstellen, wo diese Immobilien liegen. Vielen Dank an die Kolleg_innen für die tolle Arbeit.

Die Karte könnt ihr auch auf Eurer Homepage einbinden. Hier steht wie es geht.

Titelfoto: Kammwegklause in Erfurt – (c) AKE Antifaschistische Koordination Erfurt

Kurzauswertung: Offizielle Zahlen zu Angriffen auf Asylunterkünfte im 3.Quartal 2015

In der Drucksache 18/6559 meldet die Bundesregierung mit Stand vom 22. Oktober 549 Angriffe auf Asylunterkünfte bis Ende September. Davon werden 498 als politisch rechts motivierte Straftaten (PMK-rechts) eingestuft. Der Großteil der Angriffe fand im 3. Quartal statt. Hier werden insgesamt 293 Delikte, davon 274 PMK-rechts, aufgeführt.

Diese 274 Delikte verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Bundesländer:

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Daten zu rassistischen Brandanschlägen und Aufmärschen

Auf RechtesLand sammeln wir in der Kategorie „Rassistische Brandanschläge 2015“ Meldungen über Brandanschläge auf bewohnte und geplante Unterkünfte für Refugees.
Die Zahlen sind erschreckend hoch, bis heute (28.10.) zählen wir seit Jahresanfang bereits 96 Vorfälle. In den Zahlen sind auch Verdachtsfälle enthalten sowie Fälle, wo es Hinweise auf eine Brandstiftung mit rassistischer Motivation gibt. Auch enthalten sind „Sprengstoffdelike“, d.h. Rauchbomben, Böller, aber beispielsweise auch ein Anschlag im sächsischen Freiberg, wo die Polizei wegen versuchtem Totschlag ermittelt.

Die Zahlen könnt ihr in Tabellenform hier einsehen bzw. als CSV downloaden und weiterverwenden.
Die Tabelle wird fortlaufend aktualisiert, ebenso die Karte.

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Neue Daten: Rassistische Brandanschläge 2014

Wir haben Brandanschläge auf bereits genutzte oder geplante Unterkünfte von Geflüchteten im Jahr 2014 in einem eigenen Datensatz nachgetragen. Dokumentiert werden von uns derzeit Brandanschläge sowie Sprengstoffdelikte. Bisher zählen wir 32 solcher Angriffe für das vergangene Jahr, davon sind 25 (mutmaßliche) Brandanschläge. Nun ist es möglich, den massiven Anstieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr auf der Karte zu visualisieren.

Dabei hat es nicht nur in staatlichen Unterbringungen gebrannt, auch die selbstorganisierten Refugee-Protestcamps in Berlin und Hannover waren Ziel von Anschlägen. Diese werden in den offiziellen Statistiken jedoch schlicht nicht auftauchen.

Zu den Daten:

Die Daten ergeben sich einerseits aus den Antworten der Bundesregierung auf Kleine Anfragen der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE (Drucksache 18/3964) sowie aus Pressemeldungen und unabhängigen Beobachtungen. Solltet ihr Kenntnis von nicht erfassten Anschlägen oder Verbesserungsvorschläge haben, dann kontaktiert uns.

Die Eintragungen erfolgen lediglich nach Städten genau. Eine adressgenaue Darstellung ist nicht in unserem Interesse.

Die Karte könnt ihr wie immer auch auf euren eigenen Homepages einbinden. Hier steht wie es funktioniert.